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DESIDERO / MISE EN SCÈNE

DIE SCHWEBENDE BÜHNE

BESPIELBARE FLÄCHE FÜR DAS KUNSTAREAL 2023

Die drei Münchner Kunsthochschulen – Akademie der Bildenden Künste (AdBK), Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), Hochschule für Musik und Theater (HMTM) – präsentieren sich im Rahmen des Fests im Kunstareal 2023 erstmals gemeinsam und zentral auf einer eigenen Hochschulbühne. Sie steht mitten im Kunstareal direkt an der Gabelsberger Straße vor der Hochschule für Fernsehen und Film.

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DESIDERO ist inspiriert von dem Gedanken an die menschliche Erfahrung der Sehnsucht als das innige Verlangen nach immer wieder Unerreichbarem. Dabei basiert die Grundidee ihrer Form auf der geometrischen Präzision des Origami und der Dreiecksstruktur von Kristallen. Auf dieser gedanklichen und materiellen Grundlage haben wir eine Struktur gestaltet, bei der zwei Ausführungen der Grundform des Dreiecks als Zeichen unseren Formsprache agieren: Symbole, die hier die „Sehnsucht“ verkörpern.

 

Fasziniert von je her von dem Unendlichen und Ewigen, suchen wir Menschen oft nach Antworten im Unbekannten Kosmos über uns. Wir richten uns nach oben hin zu der ungreifbaren Tiefe des Himmels und bleiben dennoch über die Füße fest mit dem Boden verbunden. Oder schauen dann nach innen tief in unser Selbst hinein. Ob mit dem geistigen Blick auf die „Welt über uns“ und im außen gerichtet, oder mit der sinnlichen Ausrichtung auf die inneren Bewegungen unseres Geistes: wenn wir erleben auf der Suche nach dem  Unerreichbaren, Unerfüllbaren zu sein, erfahren wir die Magie der Sehnsucht.

 

Die nach oben und nach unten gerichteten Dreiecken und die daraus folgenden Pyramiden verkörpern diese zwei Richtungen im Phänomen der Sehnsucht: oberhalb/ tief hinein. Die in umgekehrte Richtung gesetzte Dreiecke repräsentieren parallel einen Spannungszustand, in dem wir Menschen leben: unsere eingespannte Position zwischen zwei verschiedenen Polen. Während wir dazu fähig sind, Zugang zum Idealen und zu einer geistigen unendlichen Welt der Möglichkeiten, sind wir Teil einer materiellen Realität, die uns einschränkt. Ein Zustand aber, der zugleich der Ort ist, in dem die Sehnsucht eine Schaffenskraft ermöglicht und eine Treibenergie gibt.Die Spiegelung bzw. Zweigeteilt ein und derselben Form erinnert außerdem an die ersehnte Verbundenheit. Und somit auch an Mythen und Vorstellungen, bei denen die Menschen als unvollkommene Wesen immer wieder auf der Suche nach einer einstigen Ganzheit sind, und an Wünsche des Menschen nach Einklang, nach seelischer Vereinigung mit sich selbst.

 

Das Herzstück der Bühne ist ihr Dach und dieses besteht aus mehreren Pyramiden, welche diese Bedeutungen zum Ausdruck bringen. Einige richten sich nach oben, andere spiegelbildlich nach unten; einige sind mit Plexiglas geformt, andere mit Stoff bekleidet. Diese Unterschiede in ihrer Größe und Materialität deuten somit auch auf die Unterschiedlichkeiten zwischen uns Menschen hin und schaffen zugleich eine Form mit einer Ästhetik der Bewegung. Denn je nach Blickrichtung ergeben sich aus den einzelnen Pyramiden Kombinationen verschiedene Kompositionen in der optischen Wirkung. Die blaue Farbe der Flächen stellt die Anziehung eines hinreißenden tiefblauen Himmels dar und zeigt dadurch die Sehnsucht nach Freiheit und Leichtigkeit. DESIDERO soll dieses Verständnis von Sehnsucht auch über den Wechsel der Tageszeiten mit dem Mittel der Beleuchtung ergänzen. Durch die Veränderungen in der Beleuchtung für die abendliche Bühne und die damit ermöglichte Wandelbarkeit bekommt eine letzte Facette der Sehnsucht ein Symbol: das Bewusstwerden des Vergänglichen.

 

DESIDERO möchte einen Raum öffnen für eine von der Musik und der Kunst geleitete Reise durch unsere Sehnsüchte und dazu einladen, uns über die Gedanken an dieses ungreifbare Gefühl zu verbinden.

ADDBLOCS

KÜCHE NEU GEDACHT

MOBILES, FLEXIBLES UND MODULARES KÜCHENKONZEPT FÜR DIE ZUKUNFT DES KOCHENS

Die Küche ist ein Zentrum des sozialen Lebens. Die Geschichte der Küche als sozialer Treffpunkt reicht weit in die Vergangenheit der Menschheit zurück. Sie hat eine enorme Entwicklung durchgemacht, die eng mit sozialen Veränderungen, kulturellen Trends und technologischem Fortschritt verbunden ist. Von der einfachen Feuerstelle bis zur modernen, multifunktionalen Küche von heute spiegelt die Geschichte der Küche die Veränderungen unserer Essgewohnheiten, Familienstrukturen, Wohn- und Lebensstile wider. Und die Entwicklung geht weiter. Im Jahr 2024 befinden wir uns in einer Zeit des Umbruchs. Die Gesellschaften auf der ganzen Welt sind mit einer Vielzahl von Veränderungen konfrontiert, die vom technologischen Fortschritt bis hin zu sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen reichen. Aber auch auf individueller und privater Ebene finden Veränderungen statt. Die Art und Weise, wie Menschen leben und arbeiten, befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neue Technologien und Kommunikationsmittel verändern unsere Beziehungen und unseren Alltag. Familienstrukturen wandeln sich und traditionelle Rollenbilder brechen auf. Flexibilität und Work-Life-Balance gewinnen an Bedeutung. Ein wachsendes Umweltbewusstsein prägt zunehmend unsere Entscheidungen, auch bei der Gestaltung unserer privaten Lebensräume. Auch die Ernährung ist ein wichtiger Aspekt im aktuellen gesellschaftliche Diskurs. Dabei geht es um Themen wie Nachhaltigkeit der Lebensmittelproduktion und -versorgung, Gesundheit, Lebensmittelqualität und -sicherheit sowie kulturelle Vielfalt und Ernährungstraditionen. Wie könnte eine Küche aussehen, die die Bedürfnisse, Wünsche und Entwicklungen moderner Gesellschaften widerspiegelt?

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addBLOCS ist eine revolutionäre Küche. In meinem Entwurf stehen die Aspekte Modularität, Flexibilität, Mobilität, Erweiterbarkeit, Austauschbarkeit. Die traditionelle Küche ist nicht wandelbar, sie steht an einem festen Platz in der Wohnung und hat keine Möglichkeit, sich zu verändern oder anzupassen, ohne einen großen Aufwand in Form von Umbau zu betreiben. Ich finde, dass diese Art einer stationären Küche nicht mehr zeitgemäß ist.

Heutzutage ist so gut wie alles mobil und flexibel. Warum also nicht die Küche? Außerdem wollte ich der Küche in meinem Entwurf die Funktionalität und Einfachkeit zurückgeben, welche sie durch den Trend der geschlossenen Schrankwände und Einbauküchen- Prinzipien verloren hat. Im ersten Schritt meines Entwurfes habe ich die Küche in die fünf grundlegenden Elemente aufgeteilt: Kochen, Waschen, Lagern, Zubereiten, Entsorgen. Dann habe ich jedem dieser Arbeitsschritte ein Modul zugewiesen, welches unabhängig von den anderen funktioniert. Außerdem muss ein solches Modul ohne feste Anschlüsse im Raum frei bewegbar sein. Dieses Problem habe ich mit einer Technik gelöst, die mit Induktions-Akkus und Pumpen funktioniert. In der Wand sind Induktionsplatten an den Strom angeschlossen. Diese laden Akkus in den Modulen auf, wenn sie an der Wand stehen. Die Akkus versorgen den Kühlschrank und das Licht im Gasofen, sowie die Pumpe und den Erhitzer im Waschbecken-Modul, außerdem entsteht ein Induktionsfeld auf der Arbeitsplatte auf welches man ein Steckdosenmodul stellen kann um herkömmliche Küchengeräte trotzdem nutzen zu können. Die Wasserversorgung am Wasch-Modul erfolgt über einen SOL Zuwasser- und einen 50 L Abwassertank. Diese werden automatisch, wenn er an die vorgesehenen Anschlüsse an der Wand gesteckt werden, aufgefüllt und abgepumpt. Die Module haben natürlich noch Rollen und sind somit nun vollkommen frei bewegbar im Raum.

Um nun noch die Küche funktionaler, wandelbar und erweiterbar zu machen, arbeite ich mit sog. add ons. Das ist ein Steck- und Klammersystem, um weitere Funktionen der Küche zu geben. Stangen können in 9 Löcher pro Modul gesteckt werden. An diesen Stangen, welche es in verschiedenen Größen gibt, können die unterschiedlichsten Erweiterungen angesteckt werden. Eine Dunstabzugshaube, ein Abtropfgestell, ein Licht und verschiedene Gitter und Behälter für die Lagerung von Küchengeräten, Besteck, Pfannen, Töpfen und alles was man sonst noch braucht. Durch die dadurch entstehende offene Lagerung, welche ganz individuell ist, wird die Funktionalität der Küche für den Anwender extrem optimiert.

 

Die Wandelbarkeit der Küche entsteht somit nicht nur durch das flexible Bewegen der Module, sondern auch durch die add ons, die je nach Belieben unendlich erweitert werden können. Somit wächst die Küche mit den Ansprüchen des Nutzers. Auch kann die gesamte Küche bei einem Umzug problemlos mitgenommen werden. Die Zeit von fest eingebauten Küchen, die sich nicht anpassen, nicht mitgenommen werden können und teuer sind. Mit meiner addBLOCS Küche wird das Kochen neu definiert. Es muss sich nicht länger der Mensch der Küche anpassen, sondern die Küche passt sich voll und ganz dem Lifestyle jedes Menschen individuell an und wird zum Alltagshelfer. Koche fällt leichter und macht wieder Spaß 

PAVILLON

GEMEINSAME ZEIT ERLEBEN

EIN TREFFPUNKT FÜR JEDEN AUF GRÜNFLÄCHEN

In urbanen Räumen spielen große Parks eine wichtige Rolle als Orte der Erholung, Bewegung und Begegnung. Dennoch fehlt es in vielen städtischen Grünanlagen an überdachten Treffpunkten, die spontane Begegnungen ermöglichen und Menschen dazu einladen, neue Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Besonders bei wechselnden Wetterbedingungen sind geschützte Orte selten, wodurch das soziale Potenzial dieser Freiräume oft ungenutzt bleibt.

Aufgabe ist es, einen offenen Treffpunkt zu entwerfen, der allen Menschen zugänglich ist und als sozialer Begegnungsraum dient. Dabei soll die architektonische Gestaltung sensibel auf die umgebende Grünfläche reagieren und sich harmonisch in die natürliche Umgebung integrieren. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der Gemeinschaft fördert, spontane Interaktionen ermöglicht und gleichzeitig die Qualitäten des Parks respektiert und ergänzt.

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EDIFICIO

BESTANDSBAU NACH BATISTA

PLANUNG VON WOHNUNGEN NACH BRASILIANISCHEM VORBILD IN DEUTSCHLAND

Das Bauen im Bestand gewinnt im Kontext begrenzter Ressourcen und steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Die Weiterentwicklung vorhandener Gebäudestrukturen stellt eine zentrale Strategie dar, um Materialverbrauch zu reduzieren, graue Energie zu erhalten und bestehende städtebauliche Strukturen sinnvoll zu nutzen. Anstatt Neubauten auf unbebauten Flächen zu errichten, bietet das Bauen im Bestand die Möglichkeit, vorhandene Ressourcen zu schonen und gleichzeitig zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen.

Die vorliegende Aufgabe beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Wohnungsbaus innerhalb eines definierten Bestands. Ziel ist es, die vorhandene Struktur zu analysieren und durch gezielte Eingriffe weiterzuentwickeln. Dabei dient eine nicht-europäische architektonische Tradition als Inspirationsquelle für eine moderne Neuinterpretation. Durch die Auseinandersetzung mit räumlichen Prinzipien, klimatischen Strategien und kulturellen Gestaltungselementen soll ein Entwurf entstehen, der sowohl auf den bestehenden Kontext reagiert als auch neue architektonische Qualitäten schafft.

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Das Edifício Louveira von João Batista Vilanova Artigas dient als Ausgangspunkt für die Untersuchung zeitgemäßer Wohnformen. Ziel der Case Study ist es, die räumlichen und sozialen Prinzipien des Gebäudes zu analysieren und so zu interpretieren, dass daraus Wohnungen entstehen, die unter heutigen Bedingungen in Europa funktionieren.

Im Fokus stehen die klare Gliederung der Wohnungen, die Beziehung zwischen privaten und gemeinschaftlichen Bereichen sowie der zentrale Freiraum als sozialer Treffpunkt. Diese Qualitäten werden nicht kopiert, sondern an europäische Anforderungen wie Klimaschutz, Energieeffizienz und flexible Wohnformen angepasst.

Das Ergebnis ist eine konzeptionelle Übersetzung der ursprünglichen Wohnideen in ein zeitgemäßes europäisches Wohnmodell, das Gemeinschaft fördert und gleichzeitig auf aktuelle Lebensweisen reagiert.

WONWA

WANDELBARER WOHNRAUM

LANGFRISTIG FLEXIBLER WOHNRAUM IN DER LUITPOLDKASERNE

Es ist festzustellen, dass Wandelbarkeit in der Innenarchitektur ein komplexes Thema ist. Die Umsetzung von Flexibilität im Wohnraum hängt von den Umständen und dem Ansatz ab. Es gibt viele unterschiedliche Lösungen für diese Herausforderung Im ersten Teil desExpos6ss wurde festgestellt, dass Wohnraumknappheit ein großes Problem ist, vor allem in München . Deshalb hat die Behandlung dieses Problems eine große Wichtigkeit. Auch, dass das Umziehen oft negative Auswirkungen hat und der Aufwand nicht zu unterschätzen ist, wurde dargelegt. Wohnraum, der sich mit dem Leben verändert, wurde als ausschlaggebender Punkt für das Thema genannt. Im zweiten Abschnitt wurde das Gebäude, in dem das Vorhaben umgesetzt werden soll, analysiert Die Verortung des Hauses wurde vorgenommen und festgestellt, dass sich die Lage aufgrund genannter Faktoren sehr gut zum Wohnen eignet. Danach wurde die Historie des Ortes aufgeschlüsselt und die allgemeine Architektur des Hauses betrachtet. Durch die genaue Analyse des zweiten Stockwerkes konnten die Vor- und Nachteile des Obergeschosses aufgeschlüsselt werden. Nach der Untersuchung des nutzbaren Raumes wurden verschiedene Beispiele aus Film, der Kindheit und der Architektur analysiert, um zu verstehen, warum Veränderung Spaß macht und wie unterschiedlich sie aussehen kann. ‚Aus der Untersuchung geht hervor, dass es viele Faktoren gibt, die zu beachten sind, wenn man flexiblen Wohnraum schaffen will. Zur Einordnung gab es am Anfang des Exposes ein Moodboard, welches ich vor der Recherche und Analyse meines Themas angefertigt habe. Am Ende des Exposes befindet sich ebenfalls ein Moodboard, welches nach der Bearbeitung des Themas entstanden ist. Hier lässt sich bereits eine Veränderung feststellen Mein Ziel ist es, das zweite Obergeschoss des Haus 3 der Luitpoldkaserne so umzugestalten, dass es einen wandelbaren Wohnraum für Personen bietet und das Zuhause dieser mit der Veränderung in ihrem Leben mitwächst.Somit komme ich zur konkreten formulierung meines Themas:

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Es ist festzustellen, dass sich der benötigte Platz je nach Personenhaushaltsgröße logischerweise verändert. Die optimale Größe für den Wohnraum liegt zwischen 88 Quadratmeter (Ein-Personen-Haushalt) und 125 Quadratmeter (Familienhaushalt mit zwei Kindern). Die optimale Durchschnittsgröße aus allen sechs Lebensabschnitten ergibt 99 Quadratmeter. Wobei die Schwankung zum Höchsten Wert und zum niedrigsten Wert ca. 20 Quadratmeter beträgt. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass es möglich ist mit knapp 100 Quadratmetern Wohnfläche, in jeder durchschnittlichen Lebenssituation komfortabel zu Leben. Jedoch wäre es wünschenswert, wenn sich die Größe aus den oben genannten Gründen noch erweitern oder verkleinern ließe.

Das besondere und das ausschlaggebende um meine These zu beweisen, sind die sog. Schalträume, die sich zwischen den Wohnungen befinden. Sie dienen dazu, den Rest an Flexibilität zu geben, welche die ca. 100 Quadratmeter Wohnungen nicht bieten. Mit Hilfe der Schalträume ist also nun möglich, die Größe der Wohnungen von 80 Quadratmeter bis hin zu 120 Quadratmetern zu verkleinern oder zu erweitern. es Somit wird die ausgerechnete Statistik noch mehr erfüllt. Sinn dieser Schalträume ist es, Platz zu bieten, wenn er von den Bewohnern gebraucht wird. Beispielsweise: Familienzuwachs oder Pflegekräfte, die einziehen. Dieser Wandel ist nicht für spontane schnelle Veränderungen gedacht. Sondern der Raum soll auf mehrere Jahre hin ein Bestandteil der Wohnung werden. Jeder Schaltraum hat einen Gang, der ihn entweder mit der einen oder mit der anderen Wohung verbindet.

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